Bilder als Waffen 

Die ikonische Ästhetisierung der neuen Kriege (2018)

Die neuen Kriege sind asymmetrisch und dezentral.
Das zeigt sich derzeit deutlich am sogenannten Krieg gegen den Terror: In diesem Konflikt zwischen dem postheroischen Westen und der Terrororganisation IS werden Bilder zu Waffen.
So zielt der IS mit einer Ästhetik des Schreckens darauf, die westliche Kollektivpsyche durch schockierende Fotos zu zermürben. Gleichzeitig rekrutiert er Anhänger mit bildlichen Repräsentationen von Heroisierung, Bruderschaft und totaler Okkupation.
Der postheroische Westen dagegen zeigt keine Toten und Verletzten, sondern beabsichtigt die maximale Ästhetisierung bei minimaler Darstellung von Leid.
Das Buch analysiert die ikonischen Strategien beider Parteien im Detail und verbindet so zwei Theoreme: die Asymmetrierung von Konflikten aus der aktuellen Kriegsforschung über die neuen Kriege und den Iconic Turn als anthropologischen Wendepunkt aus den Kulturwissenschaften. 
Konsequent entwickelt die Autorin die Konzeption einer ästhetischen Wende: Der Krieg der Bilder basiert auch auf einem Wandel im privaten Rezeptionsverhalten und dem medialen Sensationszwang. 
Das Buch zeigt die hier unbewusste Komplizenschaft der Medien mit beiden Kriegsakteuren auf und schließt mit einem Plädoyer für eine kritische Bildkompetenz.
(Mit Geleitwort von Herfried Münkler)

Unbehauste  

24 Autoren über das Fremdsein

Novelle: Im Dunkeln (2016)


Gemeinsam mit: Friedrich Ani, Moritz Rinke, Eylem Özdemir-Rinke, Norbert Kron, Jo Schück, Katharina Höftmann, Melanie Mühl, Selim Özdoğan, Hannah Lühmann, Judith Döker, Robin Baller, Linda Rachel Sabiers, Jule Müller, Manfred Theisen, Mark Horyna, Julia Alina Kessel, Emil Fadel, Constantin Klemm, Fabian Herriger, Ramona Raabe und Alexander Broicher.